Tag 4 Chiavenna – Milano (125 km)
- R.

- 20. Aug. 2022
- 3 Min. Lesezeit

Das mein Navigationshandy wohl nicht mehr zu retten war wurde mir dann irgendwann auch klar. (Die Hoffnung starb gestern Abend) also musste ich in Chiavenna warten bis der erst Radladen öffnete, bis 9 Uhr. Der hatte aber Handyhalterungen die passten, sogar erschwinglich. Bis ich dann noch Kaffee getrunken und das 2te Handy auf Navigation getrimmt hatte war 10 Uhr, so kann man auch Zeit verbummeln. Dann ging es aber endlich los. Stetig den bergabwärts Richtung Comersee. Was für eine schöne Landschaft. Kaum am See angekommen ging es da lang, links, rechts, nicht der beste Radweg, aber auch nicht der schlechteste. Mein Navi schlug mir ganz progressiv vor doch mit der Fähre über den See zu fahren. Das Radnavi! Ich entschied mich dagegen. Warum mir das Navi den Weg vorschlug wurde schnell klar. In den Galleria ist Radfahren verboten. Licht an, Sonnenbrille ab und durch. Unbeleuchtete Schlaglochtunnel liebe ich ja. Dann kam noch ein bisschen regen dazu. Ich probietre nun auch mal den Poncho aus. Der funktioniert auch ganz gut, aber man fängt auch unter dem an zu schwitzen. Nachdem der Regen nachgelassen hatte entschied ich macht mal die leichte Bekleidungsmethode zu probieren. Der nächste Regen wird ohne Regenkleidung durchfahren und mal hinter geschaut ob das trocknen am Körper erträglich ist. Im August in Italien sollte das doch funktionieren, oder? Heute hatte ich alle Wege, von schlammigen Singletrails über Schlagloch Schotterpisten, gute wie schlechte Straßen und 2 km AUTOBAHN!!!! Okay, okay offiziell war es keine. Vor Lecco war ein Tunnel, die Schilder davor sagten keine Pferdewagen und Handgezogene Wagen, zwei ältere Radfahrer schauten mich entgeistert an als ich in den Tunnel bog, die beiden standen auf einem Streifen neben der Fahrbahn, als ich einfuhr. Ich hörte den Verkehr schon, als links von mir ein Schild auftauchte, Autobahn ende und ich auf die zweispurige kam. Raus aus dem Tunnel, entlang des Sees, links rasten die Auto an mir teils ohne Abstand vorbei. Ganz sicher war ich mir ja nicht, bis dann ein Rennradfahrer an mir vorbeizog. Zwei Kilometer später dann ein Schild, alles ohne Hubraum (Fußgänger, Radfahrer, Mofas, Traktoren) rechts raus, links das Schild Autobahn. Also clever sind die Italiener ja. Einfach mal die Definition der Straße ändern. Dann ging es für mich weiter richtung Mailand. Marco wartete schön. Die Strecke war jetzt nicht sehr gut auch die Radwege sind nunja der Straßenrand ist trotz der nicht auf Abstand fahrenden Autos mehr sexy. Bei Marco, erst großes Palaver, klar, alte Geschichten weitererzählt, neue zum besten gegeben. Über die selben alten Kamellen gelacht. Schön. Dann sind wir noch zu einem Handyladen, auch hier sagte man mir, das Handy obwohl es noch zuckt wird nicht mehr zu retten sein. Heleen (ja die von der Innsbruck Tour hat mich gefragt ob ich meine Bilder verloren haben, nein ist ja nicht das erste zerstörte Handy, hab alle Bilder glücklicherweise gesichert, die Apps neu einrichten, das wird eher das Ding nun.) Also ab in Medienstore und ein neues holen. Dann sind wir typisch Mailändisch essen gegangen. Das war lecker und dann bin ich todmüde ins Bett. Jetzt kann ich erst den Blog schreiben und nun das neue Handy einrichten dann geht es zum Kaffeesightseeing und eventuell fahre ich heute Mittag weiter, eventuell auch nicht. Schau mir mal, in diesem Sinne, einen schönen Tag!






ja die italienischen Radwege


war er nicht, ging nochmal senkrecht hoch



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