Cairns
- R.

- vor 1 Tag
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Diese paar Tage fühlen sich schon wieder wie ein neues Leben an. So viel ist passiert.
Ich war ziemlich groggy nach meiner Ankunft in Australien. Kein Wunder. Ich hatte mir in Fiji noch eine besonders tolle Unterkunft für die Nacht in Flughafennähe besorgt. So eine mit Wachmann in der Lobby, Kaution zum Hinterlegen, Türkette an der Tür und merkwürdiger Bettwäsche. Einfach sehr billig. Zum Glück habe ich einen Schlafsack und eine Matte dabei.
Die Nacht war kurz, denn ich musste um kurz vor fünf Uhr wieder raus. Also kam ich in Cairns erst einmal ziemlich verbraucht an, konnte aber schon früher auf mein Zimmer und Schlaf nachholen. Ansonsten hatte ich noch einiges an Korrespondenz zu erledigen, was sich bis tief in den Freitag hineinzog.
Als ich dann endlich loskam und durch Cairns schlenderte, stellte ich fest, dass ich wieder in der Zivilisation angekommen war. Große Supermärkte. Supermärkte mit Licht. Einkaufszentren. Ein riesiger Markt für alles Mögliche, ein bisschen wie der Queen Victoria Market in Melbourne. So einen Markt habe ich in Brisbane leider nie gefunden. Cafés, Restaurants und ein Kino gab es auch.
Und ich muss zugeben, ich hatte die letzten Wochen ein Kino vermisst. Ich glaube, auf Samoa gab es eins, aber hier war eines direkt vor meiner Nase. Also Mandalorian. Leider. Man muss nicht alles auslutschen. Star Wars ist wohl nur noch eine Melkmaschine. Schade.
So realisierte ich am Freitag: Ich bin wieder in der ersten Welt angekommen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Aber kommen wir endlich zu Cairns.
Ich hatte einige Dinge auf meiner Liste, und zu meiner Überraschung muss ich gestehen, dass ich das Wetter sehr angenehm fand. Mittlerweile ist hier ja Winter, und das Klima war wunderbar. Nicht zu heiß, nicht zu kalt. Also mir nicht zu kalt, den Aussies schon. Kaum Luftfeuchtigkeit. Bestes Wetter, um sich Cairns anzuschauen.
Ich schlenderte durch die Stadt, an der Esplanade entlang, also der Strandpromenade, durch verschiedene Galerien mit heimischer und internationaler Kunst, hierhin und dorthin. Ich zog meine Kreise, und sie wurden langsam größer. Cairns ist ganz nett, quadratisch angelegt und typisch australisch, würde ich sagen.
Irgendwann stand ich wieder vor meinem Hotel. Direkt daneben war eine Touristeninformation, und ich hatte Lust, mir etwas zusammenstellen zu lassen. Also ging ich hinein.
Fran und ich verstanden uns sofort. Sie adoptierte mich praktisch.
Wie viele Tage bist du hier?
Vier.
Okay, worauf hast du Lust? Schnorcheln? Green Island?
Solche Inseln hatte ich die letzten Wochen schon.
Okay, Outer Reef Tour.
Gut.
Kuranda mit dem Zug?
Machen wir.
Was noch?
Regenwald und Krokodile. Da haben wir hier etwas.
Und am vierten Tag Cairns?
Ich sagte, Cairns habe ich heute schon.
Okay, dann Wildwasserrafting?
Na komm, das kann ich überall auf der Welt machen. Nein.
Okay, okay, I see. Wie wäre es mit einer ägyptischen Pharaonenausstellung und dem Aquarium?
Nein?
Wie wäre es mit Wasserfällen?
Okay.
Lass mich telefonieren.
Es war wirklich ein sehr angenehmes Verkaufsgespräch. Nach fünf Telefonaten und ein paar Minuten hatte ich einen viertägigen Tourenplan zusammen. Ob ich gern essen gehe, fragte sie noch. Beim nächsten Mal sage ich: nicht gern allein. Dieses Mal sagte ich nur: ähhh. Mit einer Menge Tipps, wo ich gut essen gehen oder Bier trinken könne, ließ sie mich ziehen.
Am nächsten Morgen stand der Bus um acht Uhr vor dem Hotel. Er brachte mich und fünfzig andere zur Kuranda Panoramabahn.
Auf Instagram ist diese Zugstrecke als eine der schönsten der Welt gehypt. Ich hatte Fran noch gefragt, ob es möglich wäre, mit dem Zug hin und zurück zu fahren. Sie sagte, diese Option sei eigentlich nicht vorgesehen. Zug hin oder zurück und die andere Richtung mit der Seilbahn.
Seilbahn?
Ja, die längste Seilbahn der Welt, über den Regenwald.
Ich und meine Höhenangst schwiegen.
Daran dachte ich, als ich im Zug saß, diesem Panoramazug mit relativ altem Innendekor. Aber ich stehe ja auf so etwas. Dann kam eine Sicherheitseinweisung. In einem Zug. Australien eben. Sicherheitseinweisung fürs Zugfahren. Die sind hier so. Keine Hin und Rückfahrt mit dem Zug im Programm, aber Sicherheitseinweisung. Okay.
Dann ging es los, langsam den Regenwald hinauf. Und ich muss sagen, ich habe in Europa schon schönere Panoramafahrten erlebt. Vielleicht ist die Wet Season besser dafür. Die Wasserfälle entlang der Strecke waren nicht so beeindruckend. Einzig die Barron Falls, bei denen man stoppt und aussteigt, waren nett. Ebenso der Bahnhof in Kuranda. Sehr hübsch gemacht, mit Blümchen und allem. Mein Eisenbahnromantikerherz blühte ein wenig auf.
Kuranda selbst ist eher eine Touristenfalle. Diese Läden und Einrichtungen, auf denen sinngemäß steht: Gib mir dein hart verdientes Geld. Nein, hier. Gib. Gib. Gib.
Also eher nicht so meins.
Ich ging etwas essen, und was stand auf der Speisekarte? Krokodil, Känguru und lauter solche Köstlichkeiten. Ich blieb bei Chips.
Zum Glück hatte Fran mir einen Trip zusammengestellt, bei dem ich relativ früh zurückkonnte. Sie hatte wohl gespürt, dass Kuranda eher nicht meins sein würde. Also ging ich zur Seilbahnstation. Ich war noch unschlüssig, als ich in der Schlange stand. Und ich war noch unschlüssig, als ich schon in der Gondel saß.
Durchs Fenster gab es eine Sicherheitseinweisung, dann ging es los zur ersten Station. Wieder die Barron Falls, nur von der anderen Seite. Im Prinzip habe ich mir gar nicht so sehr ins Höschen gemacht ob der Höhe. Das geschah erst auf der ersten Plattform, bei der man aussteigen und noch einmal über einen Steg die Barron Falls anschauen kann. Da packte mich meine Höhenangst kurz. Dreihundert Meter geradeaus runter.
Die Seilbahnfahrt über den tropischen Regenwald war angenehm, trotz Wind und Höhe. Im Gegenteil, ich begann sie zu genießen. Bei der zweiten Station gab es noch einmal einen Rundgang, dann ging es hinunter zur Talstation.
Um ehrlich zu sein: Die Seilbahnfahrt war das Highlight dieses Tages.
Sonntag hatte ich Outer Reef gebucht. Wie gesagt, noch einmal so eine Insel wollte ich nicht. Ich wollte etwas anderes. Und das bekam ich.
Ich war spät dran und checkte beinahe im letzten Moment auf dem Schiff ein. Fast hätte ich die Sicherheitseinweisung verpasst, also die erste von vielen an diesem Tag. Heute würde es heftigen Seegang geben. Wer Medikamente gegen Seekrankheit brauche, solle sich melden.
Ich dachte, ich riskiere es.
Das Schiff war ausgebucht, mit beinahe hundert Leuten, und am Heck gab es eine Plattform mit Tauchflaschen und allem. Die ersten paar Minuten auf See waren noch ganz gut. Dann sah ich plötzlich blasse Mitreisende. Die Crew hatte plötzlich Handschuhe an. Ein säuerlicher Geruch hing in der Luft. Kotztüten wurden herumgereicht. Das Boot ging auf und ab.
Ich weiß nicht warum, aber mir ging es eigentlich die ganze Zeit gut. Bis fünf Minuten bevor wir ankamen. Da stand ich auf, schnappte mir zwei Kotztüten, ging an Deck, und schon kam der Kaffee in die erste Tüte und mein Schokoladenfrühstück in die zweite. Zum Glück keine Bröckchen. Eine freundliche Mitarbeiterin brachte mir noch ein Tüchlein, damit ich meinen Bart säubern konnte.
Das war es. Dann waren wir auch schon etwa vierzig Kilometer von der Küste entfernt. Das hätte ich mir auch noch verkneifen können, vor allem weil mir eigentlich gar nicht so schlecht war. Ich glaube, ich habe einfach aus Sympathie mitgekotzt.
Dann gab es die zweite Sicherheitseinweisung, diesmal für die Schnorchler, während die Taucher von Bord gingen. Danach durften auch wir in unsere Anzüge. Die sollte man tragen wegen der Quallen. Die sind heftig bis tödlich. Eigentlich nicht Saison, ihr müsst die Anzüge nicht tragen, wir empfehlen es nur.
Und schon waren wir im Wasser.
Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Es war richtig gut. Du gehst von Bord, und unter dir ist erst einmal nur Wasser. Du siehst auf den Grund, zehn Meter tief, und dann schwimmst du rüber zu den Korallenbänken und schnorchelst da herum. Das ist beeindruckend. Beeindruckende Natur. Beeindruckende Fische.
Es ging weiter zur zweiten Stelle.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Schnorchelgang hörte ich an Deck eine Menge Deutsch und hörte zu. Da war so einer. So ein junger Mann, der denkt, genügend Selbstbewusstsein sei Wissen genug. Jeder zweite Satz war: Studium beendet und wo er überall in Australien mit seinem Work Visa gewesen sei. Da quatschte er wahlweise ein paar Amerikanerinnen oder ein deutsches Pärchen zu.
Ach Gott. Wenn du Staplerfahrer im Baumarkt als High End Erfahrung im Vertrieb beschreiben kannst, hast du deinen Bachelor in Marketing verdient. Ich wünschte, ich wäre so großartig.
Die zweite Station am Riff war mit Abstand die beste. Ich ließ das Mittagessen ausfallen und war als einer der Ersten im Wasser, relativ allein. Und es war geil.
Zwischen dem zweiten und dem dritten Stopp ließ ich mich wieder von dem Bombast an Deck unterhalten, bevor ich ein drittes Mal ins Wasser ging. Dieses Mal war es eher trüb, und die Strömung war ziemlich heftig. Vor jedem Schwimmen gab es noch einmal eine Sicherheitseinweisung über das Schwimmgebiet.
Nebenbei: Trotz starkem Seegang konnte man sich am Bug im Freien aufhalten, getrennt vom Pazifik nur durch ein dünnes Drahtseil. Bei diesem Seegang hätte man relativ einfach darüberfallen können. Manchmal frage ich mich wirklich, was diese ganzen Sicherheitseinweisungen sollen, wenn die Sicherheitseinrichtungen selbst so dürftig sind. Spätestens beim Festmachen, als eine Mitarbeiterin ungesichert über die Reling kletterte und das Tau vom Steg nahm, schüttelte ich entsetzt den Kopf. Wenn das schiefgeht, ist das kein Spaß. Ich durfte schon mal jemand von bord fallen sehen, ein offener gebrochener Ellebogen ist keine schöne Sache.
Auf dem Rückweg blieb ich vorn am Bug und kam mit einem jungen Australier ins Gespräch. Er bewunderte meine Kamera und fragte, woher ich komme. Er hieß Matt, ritt gern Pferde, kam aus Toowoomba, etwa 160 Kilometer westlich von Brisbane, und dort gebe es einmal im Jahr im Frühling einen Karneval, so nennen sie das. Ansonsten komme normalerweise niemand von außerhalb dorthin.
Er war wegen der Arbeit seit ein paar Monaten nach Cairns gezogen und fand es toll, Menschen von überall aus Australien zu treffen, und auch Menschen von noch weiter weg. Ich erzählte ihm vom Tauchen in Neukaledonien. Er fragte mich, wo das sei. Ich zeigte es ihm und sagte, dass ein Ticket dorthin gar nicht so teuer sei. Ich glaube, er war noch nie weit weg.
Dann kam der dritte Tag und die dritte Tour. Mit dem Jeep nach Daintree.
Ich stand um sieben Uhr unten am Hotel. Der Kleinbus hielt, und zwei Leute stiegen aus, Marc und Steve. So stellten sie sich vor. Steve fragte, woher ich komme. Ich sagte Deutschland, und er begann sofort, mich auf Deutsch zuzuquatschen.
Wir sammelten noch dreizehn Australier ein. Die letzte stieg ein und sagte: Hi, ich bin Chrissi, und ich bin zum ersten Mal in meinem Leben so weit weg von zu Hause. Sie war zu Hause in Brisbane und fünfundvierzig Jahre alt. Und so war sie auch.
Dann ging es los, mit einer kurzen Einweisung während der Fahrt. Hier vorne gibt es Kotztüten. Wenn ihr eine braucht, dann meldet euch.
Hi, ich bin Steve, sagte er durchs Mikro, und ich bin voll von Geschichten.
Und das war er. Er redete den ganzen Tag. Und jede Anekdote, jedes kleine Geschichtchen war toll. Er hatte mich spätestens, als er ins Mikro schrie: Aussie, Aussie, Aussie, und der Kleinbus antwortete: Oi, oi, oi. Danach fügte er trocken hinzu: Woher haben wir eigentlich dieses Oi, oi, oi? Das ist ein bisschen billig.
Heute seien wir gar nicht international, sagte er zu seinem Bedauern. Nur ein Deutscher an Bord. An diesem Tag lernte ich sehr viel über Zuckerrohr und Zuckerproduktion. Elf Kilogramm Zuckerrohr ergeben ein Kilogramm Zucker. Über Mangos, die aus Indien kommen. Über Baumkängurus, ja, die gibt es wirklich. Darüber, dass es 2023 in drei Tagen vier Meter Wasser geregnet hatte, nicht Liter, Meter, und viele Straßen weggespült wurden. Warum es keine Affen im australischen Regenwald gibt, obwohl welche ausgesetzt wurden. Richtig, auch die Früchte sind giftig. Ich lernte etwas über den Cassowary, diesen berühmten Laufvogel, über Obstproduktion in Queensland, James Cook und Cooktown, den Zweiten Weltkrieg und die Schlacht im Korallenmeer, über Aboriginal people, Women’s Business und Men’s Business, darüber, wie Aboriginal people herausfanden, ob etwas giftig ist und wie sie Gifte nutzten. Über Krokodile. Ihr habt Scarface gesehen? Das ist der King des Flusses. Das ist großartig.Und warum Hunde nicht in der Nähe von Gewässern sein sollten. Ja, sie dienen als Snacks für Krokodile. Herzzerreißend. Es ging um chinesische Zuckerproduktion, Bouncing Stones und den anhängenden Fluch. Wohin die Qallen im Winter hin gehen, Polypen und Medusen. Ich konnte gar nicht so viel aufnehmen. Es war ein Informationsfluss.
Hi, ich bin Steve, sagte er durchs Mikro, und ich bin voll von Geschichten. Diesen Satz nutzte er immer, um ein Thema zu beenden.
Wir waren an Wasserfällen, am Mossman River und in Port Douglas. Ich wurde sofort ermahnt: Du hast eine Kamera. Wenn du eine Minute zu spät bist, fahre ich ohne dich los. Ich kenne euch Fotografen, sagte Steve. Aber er wisse, dass wir Deutschen pünktlich und effektiv seien. Er war auch schon in Deutschland und mag Ostdeutschland mehr als Spanien. Das will etwas heißen. Und wusstet ihr, an den Bus gerichtet, dass sich Deutsche auch Ossis nennen?
Dann ging es zum Daintree River, mit dem Boot Krokodile suchen. Wir waren erfolgreich. Scarface war anwesend. Beim Mittagessen kamen wir mit Steve ins Gespräch. Ob er Queenslander sei, wollten die Aussies von ihm wissen. Er sagte ja, aber nicht von hier. Er komme aus Toowoomba. Mein Stichwort. 160 Kilometer westlich von Brisbane, großes Frühlingskarneval. Da hatte ich ihn. I love different cultures, sagte ich mit einem Augenzwinkern.
Nach dem Essen gab es noch eine Schulung über tropische Früchte, dann ging es weiter zum Cape Tribulation. Was für eine Schlaglochpiste. Bis hin zu einem Strand, an dem der tropische Regenwald direkt den Pazifik berührt.
Und dann ging es einfach zurück. Das war das Ende der Straße. Weiter nördlich geht es hier nicht. So einfach ist das. Ende Gelände.
Zurück über die Schlaglochpiste und den Pacific Highway, vorbei an der nördlichsten Ampelanlage Queenslands, direkt neben dem nördlichsten Woolworths Australiens in Port Douglas.
Irgendwann war ich im Hotel, so gegen neunzehn Uhr. Ich verabschiedete mich von Steve und sagte, dass ich am nächsten Tag die Wasserfalltour mache.
Er sagte, er auch.
Am nächsten Morgen stand Steve mit seinem Bus vor der Tür. Der Bus war nicht wirklich voll, nur sieben Personen. Er sagte: Das ist Ralph. Er kommt aus Deutschland, ist professioneller Fotograf und sitzt heute auf dem Beifahrersitz.
Es ging los mit einer Einweisung über Kotzbeutel und so. Dann sagte er wieder durchs Mikro:
Hi, ich bin Steve, und ich bin voll von Geschichten.
Und hoch ging es in die Highlands, wie er sie nannte. Die Auffahrt war herrlich, wirklich. Mit all den Kehren und Kurven erinnerte sie mich an die Alpen. Gillies Highway. Und natürlich gab es Geschichten.
Über den Cathedral Fig Tree, wieder über Baumkängurus, über Highland und Lowland Rainforest, diesmal Bananen statt Mangos, natürlich Zuckerrohr, den Wooroonooran National Park, Vulkane, Lake Barrine, Millaa Millaa Falls und Wasserfälle überhaupt, Innisfail und Mafia, Mount Bartle Frere, den höchsten Berg Queenslands mit 1.611 Metern, Gympie und die Bedeutung des Namens. Giftige Pflanzen, wieder der Cassowary, und schließlich der Paronella Park.
Hi, ich bin Steve, sagte er durchs Mikro, und ich bin voll von Geschichten.
Der Paronella Park ist wirklich interessant und hat eine interessante Geschichte. Ein Spanier hatte vor etwa achtzig Jahren eine Vision und baute an einem Wasserfall einen Park. Es war sicherlich einmal schön anzusehen. Vielleicht war es auch einmal zweckmäßig. Aber der Regenwald holt sich die Dinge zurück. Es ist immer noch nett anzuschauen, aber nicht mehr zweckmäßig. Schöne Fotos, tolle Führung.
Auf dem Rückweg fragte Steve die Australier, ob das nun ein Schloss gewesen sei. Und sie sagten ja, es sei so schön gewesen, das müsse ein Schloss sein.
Ich konnte meine deutsche Klappe nicht halten und sagte: Das ist kein Schloss.
Was ist es dann?
Ein verfallenes und verrottetes Cottage im Regenwald.
Für einen Moment war es still. Wirklich still im Bus.
Und dann brachen sie in Lachen aus. Das gefiel ihnen. Steve meinte, das werde er auf seinen zukünftigen Touren verwenden.
In diesem Sinne.



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